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Weltreise-Planung in der Corona-Krise

Das Corona Virus hat unseren Alltag im Griff. Reisepläne sind über den Haufen geworfen, Planungen aufgeschoben.

Aber was wird nun aus der Weltreise oder dem Sabbatical, von dem man so lange geträumt hat?

Jahrelang gespart, geplant und vorbereitet, nun sollte der große Traum bald wahr werden.... Bis Corona kam. 

Aber zeigt uns dieses Virus nicht auch, wie wichtig es ist, seine Träume jetzt zu verwirklichen und nicht in die ferne Zukunft zu verschieben?

Aber wie kann man in Zeiten von Corona überhaupt eine Weltreise planen?  (letzte Aktualisierung: 21.10.2020)

Und "darf" man denn jetzt überhaupt ans Reisen denken? Meine Meinung: Ja, unbedingt!

Beim Reisen geht es nicht um gesundheitliche Dramen, wirtschaftliche Existenzen, Leben und Tod. Sondern um Luxus. Ganz klar.

Aber bei Weltreisen und Langzeitreisen geht es auch um die ganz großen Lebensträume. Und große Träume zu träumen, ist in Pandemie-Zeiten nicht nur erlaubt, sondern sogar wünschenswert. Denn was gibt einem mehr Optimismus für die Zukunft, als seine Lebensträume zu verwirklichen?

Sicher ist: Aktuell ist nicht die Zeit für ganz große Weltreisen. Der Flugverkehr (besonders die Fernstrecken) ist immer noch extrem heruntergefahren, die Grenzen fast weltweit zu. Die Medien berichteten im Frühjahr von (teils dramatischen) Rückholaktionen von Reisenden aus aller Welt. Überall zerplatzen die Träume von Weltreisenden, die festsitzen, ihre Reisen abbrechen müssen oder aktuell gar nicht erst antreten können oder wollen. 

Und die Corona Krise hat auch den Alltag fest im Griff. Zwischen Homeschooling, Homeoffice und Home-Kindergarden, gepaart mit gesundheitlichen und / oder finanziellen Sorgen sind für viele Familien große Reisepläne in den vergangenen Monaten erstmal in den Hintergrund gerückt. Und während sich die Lage im Sommer 2020 zumindest in Europa zu entspannen schien, ist die Lage jetzt mit Herbstbeginn gerade in Europa wieder echt kritisch.

Aber je länger diese Situation dauert, desto mehr merken wir, bei uns und bei anderen, dass man wieder anfängt zu träumen und auch zu planen.

Am Anfang der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen haben sicher die meisten, die aktuell eine große Reise planen, erstmal abgewartet. Aber nun rückt der lange geplante Reisezeitpunkt immer näher.  Und die Pandemie ist immer noch da. Und jetzt?

 

Geplante Weltreisen oder Sabbaticals, längere Auszeiten vor der Einschulung, die lange Elternzeitreise – was wird jetzt damit?

Wo kann man denn noch hinreisen?

Puh. Eine Glaskugel haben wir leider nicht. Wie keiner, der gerade Reiseplanungen macht.

Es sieht so aus, als ob dieses Jahr Fernreisen nur sehr eingeschränkt machbar sein werden. Eher gar nicht. Europa war im Sommer 2020 für innereuropäische Touristen wieder offen, was sich aber aufgrund der steigenden Zahlen schon wieder ändert. Zwar sind die Grenzen in den meisten Fällen auf, aber die Einschränkungen werden spürbar strenger und regional gibt es schon wieder Lockdowns. Das meiste außerhalb Europas wird zumindest schwierig werden. Für alle, die noch 2020 auf ganz große Reise gehen wollen, drücke ich ganz, ganz fest die Daumen, aber freies Reisen von Land zu Land ist außerhalb der EU gerade relativ schwierig bis ausgeschlossen.

 

Und im nächsten Jahr? Es wabern Gerüchte durch Blogs, Facebook Gruppen und die Medien. Es gibt einzelne Aussagen, es gibt 1001 Meinungen. Das Virus wird noch lange grassieren, die weltweiten Zahlen erreichen jeden Tag neue Höchststände. Wo und wann werden Grenzen wieder geöffnet? Und unter welchen Voraussetzungen?

Es ist zu befürchten, dass einige Systeme dauerhaft unter dem Virus zusammenbrechen werden. Nicht nur Gesundheitssysteme, sondern auch Wirtschaftssysteme bzw. touristische Infrastrukturen. Dann wäre Reisen in diesen Ländern sicher für längere Zeit nicht denkbar, zumindest nicht so wie zuvor. Langfristige Reiseplanungen sind kaum möglich. 

Gleichzeitig werden bei Reise-Portalen super Angebote für Fernreise-Flüge im Frühjahr 2021 beworben. Philippinen, USA, Neuseeland, Australien… Glauben die wirklich, dass man dann schon wieder dort hinreisen kann? Dazu dann noch die Frage, welche Airlines überhaupt die Krise überleben werden, wenn sich das Ganze noch lange hinzieht. Zu gerne würde ich mich von dem Optimismus anstecken lassen. Ich schwanke beständig, was ich glauben soll und was ich glauben möchte.

Wahrscheinlich ist aber, dass eine Reisefreiheit, die ansatzweise so ist wie zuvor, dauern wird, bis ein oder mehrere Impfstoffe gefunden sind und ein relevanter Teil der Menschen geimpft ist. Oder zumindest ein wirksames Behandlungsmedikament gefunden wird. 

Die Szenarien in der Studie des Kompetenzzentrum Tourismus machen nur bedingt Hoffnung... (Stand Juli 2020).
Die Szenarien in der Studie des Kompetenzzentrum Tourismus machen nur bedingt Hoffnung... (Stand Juli 2020).

Was ändert der Wegfall der pauschalen weltweiten Reisewarnung ab dem 01. Oktober 2020?

Seit zum 01. Oktober 2020 die pauschale weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes durch individuelle Reisewarnungen ersetzt wurde, hat sich tatsächlich erstmal nicht soooo viel für Reisende geändert.

Denn für fast alle Länder, die aktuell Deutsche einreisen lassen (z.B. Mexiko, Costa Rica, Tansania, Namibia....) bestehen weiter Reisewarnungen des AA. (Stand Anfang Oktober 2020) https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Lediglich einige wenige Länder ohne Reisewarnung sind nun tatsächlich auch wieder bereisbar, wie aktuell z.B. Georgien, Curacao oder Tunesien (Das war Stand 03.10.2020. Heute, 10.10.2020 ist Tunesien schon Risikogebiet!) Die Reisewarnungen können sich wirklich täglich ändern, eine verlässliche Reiseplanung ist also schwierig.

Gleichzeitig gibt es einige Länder, für die nun keine Reisewarnung mehr besteht, in die man aber leider aktuell nicht oder kaum reinkommt. Mit Ländern wie Thailand, Sri Lanka, Malaysia, Australien, Neuseeland, Kanada oder Vietnam sind einige der beliebtesten Reiseziele zwar aktuell keine Risikogebiete mehr, aber eine Einreise ist auf absehbare Zeit nicht möglich.

Natürlich ist eine Reisewarnung kein Reiseverbot und eine Reise in Länder wie Brasilien oder Südafrika möglich. Immer sollte jedoch die Situation vor Ort abgewogen werden, nicht nur, was die Risiken für die eigene Gesundheit angeht, sondern auch die aktuellen und möglichen Einschränkungen vor Ort. Das kann von geschlossenen Sehenswürdigkeiten über geschlossene Strände bis zur Gefahr von lokalen oder regionalen Lockdowns gehen, da sollte man sich möglichst informieren und abwägen.

Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot

Und, ganz klar, ein Thema, was auch in vielen Reisegruppen / -foren immer wieder diskutiert wird: EINE REISEWARNUNG IST KEIN REISEVERBOT! Es ist auch möglich, in Länder mit Reisewarnung zu reisen. Jedem steht frei, dies zu tun.

Wenn man dies vorhat, sollte man sicher über ein paar Dinge unbedingt klar sein und informieren:

  1. Der internationale Flugverkehr ist weiter deutlich eingeschränkt, Flugverbindungen werden immer noch regelmäßig gecancelled. Man muss also zeitlich flexibel sein und evtl. längere Verbindungen in Kauf nehmen. Gerade, wenn in Ländern eventuell ein neuer Lockdown droht, kann es sein, dass man nicht wie geplant weiter oder nach Hause kommt. Weitere Rückholaktionen des Auswärtigen Amtes wird es nicht geben.
  2. Informiert Euch über die Lage vor Ort: zum Einen über die aktuelle Entwicklung der Zahlen, über mögliche drohende Lockdown-Maßnahmen und auch über aktuelle Einschränkungen. So sind z.B. in Costa Rica, das grundsätzlich für Touristen offen ist, nach wie vor die Strandzeiten sehr beschränkt u.ä. Anderswo sind Nationalparks, Restaurants, Cafés oder Campingplätze geschlossen oder das Nachtleben eingeschränkt. Dessen sollte man sich vor Anreise bewusst sein und abwägen.
  3. Checkt unbedingt die Konditionen Eurer Auslandskrankenversicherung, ob Reisen in Risikogebiete abgesichert sind und ob auch die Behandlung von Corona eingeschlossen ist. Ggf. eine andere Versicherung abschließen.

Wie und wohin man in dieser Situation reist, bleibt somit jedem freigestellt. Abstand und Hygienemaßnahmen kann man auch in anderen Ländern einhalten. Trotzdem sollte man, gerade auch wenn man mit Kindern reist, für die man die Verantwortung trägt,

genau abwägen: Ist das ein Land, in dem ich im Falle eines Lockdowns mit Kindern länger festsitzen möchte? Ist das Gesundheitssystem aus meiner Sicht so, dass es meine Familie im Krankheitsfall eine gute Versorgung bekommt? Und kann ich dort im Moment überhaupt so Reisen, wie ich mir das vorstelle?

Infos über Einreisebeschränkungen, Reisewarnungen und Corona-Regeln

Eine gute Übersicht, die regelmäßig aktualisiert wird, bietet diese Seite vom ADAC, sowohl für Europa als auch weltweit: Übersicht Einreisebeschränkungen ADAC

Hilfreich, um up-to-date zu bleiben, sind auch die Übersichten wie diese von Kayak, hier ist zu sehen, in welchen Ländern aktuell die Einreise möglich ist, und die Übersicht der IATA, die die aktuellen Einreisebeschränkungen aufführt. Beide Übersichten beziehen sich allerdings nur auf Reisen per Flugzeug, die ADAC Seite umfasst dagegen die Einreiseregelungen allgemein.

Und weitere Informationen zu Reisebeschränkungen gibt es natürlich auch beim Auswärtigen Amt

 

Gerade aktuell bin ich auch noch auf diese Übersicht gestoßen, die ich total hilfreich fand: ein übersichtliche Weltkarte und unten dann noch die Regelungen pro Land in der Tabelle, angeblich täglich aktualisiert.

Praktisch auch die Übersicht bei Skyscanner. Dort gebt Ihr das Land ein, in dem Ihr gerade seid (also z.B. Deutschland) und bekommt eine Karte angezeigt, welche Länder grundsätzlich offen sind oder teilweise offen.

Aber: m.E. nicht immer aktuell / korrekt und weitere Recherche ist notwendig! So ist z.B. am 21.10. Südafrika als "teilweise geöffnet" ab Deutschland angezeigt, obwohl Deutschland von Südafrika am 19.10 als Risikogebiet deklariert wurde und die Einreise für Touristen aus Deutschland nicht mehr möglich ist. Auch Thailand wir als "teilweise geöffnet" gezeigt, für deutsche Touristen werden jedoch zur Zeit keine Visa ausgestellt. Also, gut, um Ideen zu sammeln und in weitere Recherchen einzusteigen.

Weiterplanen oder nicht?

Ob man jetzt mit seiner Reiseplanung einfach weitermacht oder nicht, kommt natürlich vor allem drauf an, wann genau man reisen möchte. Und wohin.

Eine Langzeitreise lässt sich in der Regel nicht so einfach verschieben wie ein Urlaub, zu hoch ist der organisatorische Aufwand, der dahinter steht. Und oft ist der Zeitpunkt schon lange im Voraus festgelegt oder man hat mit Sabbatical-Programmen jahrelang daraufhin gespart.

Im Moment ist es vor allem eine Frage des Timings, wie man jetzt mit der Planung weiter macht. Wann soll es losgehen, wie weit seid Ihr konkret mit der Planung schon?

Gewisse Dinge kann und sollte man jetzt natürlich unbedingt weiter planen oder sogar vorziehen. Z.B. macht es Sinn, Anträge auf Schulbefreiungen (z.B. für 2021) jetzt anzuschieben, denn möglicherweise können Rückmeldungen von Schulen oder Schulbehörden in den nächsten Monaten (noch) länger als normal dauern, da dort aktuell eine Menge andere Themen auf dem Tisch liegen. Also lieber ein bisschen längeren Vorlauf einplanen.

Auch mit anderen zeitgebundenen Terminen, ob nun der Kündigung von langfristigen Verträgen oder Abos oder Impfterminen, die längerfristig geplant werden müssen, kann und sollte man unbedingt weiter machen.

Falls Ihr schon mitten in den konkreten Reiseplanungen steckt, weil es nur noch ein paar Monate bis zum geplanten Start ist: Ganz ehrlich, mit festen Buchungen von (Langstrecken-)Flügen oder Unterkünften wäre ich im Moment seeehr vorsichtig, denn was in ein paar Monaten ist, kann keiner sagen.

Aber wenn es wieder losgeht und Fernreisen wieder möglich sind, wird der Tourismus sicherlich ganz langsam wieder anrollen und man kann immer noch kurzfristig was buchen. 

Genauso würde ich aber aktuell auch nichts bereits Gebuchtes (und Bezahltes) stornieren, so lange noch nicht 100% klar ist, wie es weiter geht. Zum Einen bleibt man sonst eventuell auf den Stornierungskosten sitzen. Zum Anderen gilt auch, die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht klappt es ja doch. 

Den Traum nicht voreilig aufzugeben, aber auch realistisch zu bleiben, ist aktuell die Devise. Im Moment fahren ja alle irgendwie "auf Sicht", aber eine Weltreise mit Familie braucht nun mal etwas mehr Vorlauf. Umso wichtiger ist es, sich aktuell rechtzeitig mit einem Plan B oder C zu beschäftigen, wenigstens gedanklich. In der Hoffnung, dass man ihn nicht braucht. 

Plan B: Änderung der Route

Wer in 2021 eine große Auszeit mit dem Wohnmobil durch Europa plant, ist wahrscheinlich auf der sicheren Seite (lassen wir eine dritte / vierte... Welle mal außen vor...). Wer aber noch im Winter 2020/2021 nach Australien oder Neuseeland will oder einen Round-the-World-Trip quer über alle Kontinente plant, sollte sich unbedingt mit einer möglichen Alternative beschäftigen (gerade Australien und auch Neuseeland werden wohl noch eine ganze Weile zu bleiben...):

Kommt eine Änderung / Einschränkung der Route in Frage? Vielleicht ein Europa-Trip statt der Tour durch die USA? Vielleicht hier ein Wohnmobil kaufen statt nach Australien zu fliegen?

Es ist auch eine gangbare Möglichkeit, sich die Planung der Route bis kurz vor Start offen zu halten und dann dorthin zu reisen, wo es halt geht. Aber in diesem Fall sollte man das vorher gut abwägen und diskutieren, ob man die Reise wirklich „um jeden Preis“ machen möchte. Wer schon ewig von Neuseeland träumt, unbedingt auf den Philippinen tauchen, in der Südsee segeln oder nach Macchu Picchu wandern möchte, für den ist vielleicht eine Änderung der Route nicht das Richtige.

Eine lange Auszeit vom Alltag ist ein großer Schritt, organisatorisch, psychisch und finanziell. Das hart Ersparte investieren, obwohl man seine großen Träume nicht verwirklichen kann, muss wohl überlegt sein. Schließlich soll während der Reise nicht die ganze Zeit der zuerst geplanten Reise hinterher getrauert werden.

Fragt Euch also: Was sind die Wünsche und Ziele, die Ihr Euch UNBEDINGT erfüllen möchtet? Und seid Ihr bereit, diese aufzugeben bzw. durch andere zu ersetzen, wenn es nicht geht?

Wenn nicht, muss Plan C her...



Plan C: Verschiebung

Am einfachsten ist es natürlich in der aktuellen Situation, wenn man zeitlich total flexibel ist und die Reise beliebig nach hinten schieben kann. Allerdings ist das bei den wenigsten Familien so einfach möglich, zu viel hängt organisatorisch dran.

Das Sabbatical beim Arbeitgeber ist längst eingereicht oder sogar schon der Job gekündigt? Die Reise soll unbedingt noch vor der Einschulung passieren oder in der Elternzeit? Oder es liegt schon eine Schulpflicht-Befreiung für einen bestimmten Zeitraum vor? 

Wenn Ihr in den nächsten Monaten los wollt, solltet Ihr eine zeitliche Verschiebung zumindest in jedem Falle durchdenken und prüfen, falls Ihr außerhalb Europas reisen wollt. Zu unsicher ist die Lage, zu unklar ist es, wann Reisen wieder möglich sein wird und mit welchen evtl. Einschränkungen.

Und fragen kostet ja in der Regel nichts. Beim Arbeitgeber kann man unverbindlich anfragen, ob und mit welchen Vorlaufzeiten eine Verschiebung machbar wäre. Wenn Ihr schon gekündigt habt und eine Verlängerung nicht geht, vielleicht ist kurzfristig ein anderer Job zu finden oder Ihr meldet Euch zeitweilig arbeitslos? Ebenso kann man mit der Schule bzw. Schulbehörde besprechen, ob eine Verlegung einer Schulbefreiung  grundsätzlich zeitlich möglich wäre. Oder, falls Ihr länger unterwegs sein wollt, vielleicht startet Ihr einfach erst später und verkürzt die Reise? Also Ihr startet z.B. 4 Monate später und reist nur 8 statt 12 Monate?

Aber schlussendlich bleibt es eine Abwägung: Unter welchen Voraussetzungen ist eine zeitliche Verschiebung möglich? Gibt es dann Probleme mit dem Job, mit der Elternzeit, mit der Schule? Nehmt Ihr lieber die Verschiebung in Kauf oder geht Ihr Kompromisse bei der Route oder der Art zu Reisen ein? Lieber Plan B oder Plan C? Oder, auch sehr wahrscheinlich, eine Mischung aus beidem. Keine leichte Entscheidung.

Plan D - die Reise komplett abzusagen - lassen wir hier mal unerwähnt. ;)


Die besten Bücher zum Träumen und Planen (vor allem das erste ist "meine Bibel"): *



Und Unsere Weltreise-Pläne?

Ja, auch wir stellen uns diese Fragen für unsere Weltreise 2.0. Eigentlich wollten wir jetzt langsam die Planungen für unsere 1-jährige Auszeit ab Sommer 2021 konkretisieren. Damit werden wir jetzt nochmal ein paar Monate abwarten, zum Glück haben wir ja noch reichlich Zeit. Wobei uns einige Szenarien auch für Sommer 2021 schwer schlucken lassen (s.o.) ....

 

Während daher unsere konkrete Routenplanung jetzt erstmal auf Eis liegt, beobachten wir die weitere Entwicklung und kümmern uns schon um notwendige organisatorische Vorbereitungen. Ob naiv oder nicht, meine Hoffnungen ruhen darauf, dass die Entwicklung eines Impfstoffes doch schneller geht als erwartet und dieser vielleicht schon zum Jahresende gefunden ist. So dass dann die ersten großflächigen Impfungen im ersten Halbjahr 2021 erfolgen können und das Reisen sich wieder normalisiert.

Und wenn in den nächsten Monaten alles klarer wird (oder es wird klarer, dass noch nichts klarer wird), dann müssen wir uns zur Not auch um Plan B oder C Gedanken machen. In der Hoffnung, dass wir diese nicht brauchen. :)

Weltreise trotz CoronA? - WeltReise wegen Corona!

Nicht nur, dass wir trotz Corona weiter an unseren Plänen für unsere Weltreise festhalten. Sondern irgendwie auch gerade wegen Corona.

Denn die Pandemie führt dazu, dass wir (noch mehr) über unsere Lebensziele und Werte nachdenken und diese (noch mehr) hinterfragen:

  • Was ist uns wirklich wichtig im Leben? 
  • Wie soll unser Leben aussehen, welches Leben möchten wir führen?
Wir merken auch ganz stark, wovon wir gerade in Krisenzeiten zehren: Von unseren Erinnerungen und gemeinsamen Erlebnissen. Collect moments, not things.

Auch typische Gewissheiten, an denen andere festhalten, wie: "Eine Weltreise machen wir, wenn die Kinder aus dem Haus sind und wir in Rente gehen" werden in der Pandemie mal ganz flugs vom Kopf auf die Füße gestellt (endlich, möchte man fast sagen...). So eine globale Pandemie zeigt ganz deutlich, dass man seine Träume nicht auf irgendwann aufschieben sollte, sondern seine Träume leben sollte, sobald es irgendwie geht. Denn sonst könnte es zu spät sein.

 

Daher, auch wenn jetzt gerade nicht die beste Zeit zum Reisen ist, ist doch genau jetzt die Zeit, sich auf seine großen Träume zu besinnen. Langzeitreisen, Weltreisen, Sabbaticals, Ausstieg aus dem Alltag, der Traum von einem anderen Leben: die Planung beginnt jetzt.

Wie geht es den Familien, die in Kürze starten woll(t)en? Und denen, die abbrechen mussten oder noch unterwegs sind? Mehr dazu hier in unserer Interviewreihe. :)

Falls Ihr von einer Weltreise oder Langzeitreise als Familie träumt und Unterstützung bei der Umsetzung braucht, berate ich Euch sehr gerne: Weltreise-Beratung oder kommt in meine Facebook Gruppe "Weltreise mit Kindern"


Für Deine Weltreise-Planung: Holt Dir gleich unser E-Book "Hängematte statt Hamsterrad: DEIN WELTREISE-PLANER"

mit vielen Tipps zur Reiseplanung, Checklisten, Organisationshilfen und vielem mehr.

Damit machst Du Deinen Traum einer Weltreise wahr!


Mehr zum Thema Weltreise findet Ihr hier: 

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Kommentare: 3
  • #1

    zwei-uf-vier (Montag, 31 August 2020 16:09)

    Eine tolle Seite! Gerade sitzen wir auf der Fähre von Dover nach Calais und setzen unsere Reise trotz Corona fort. Immer mal wieder plagen uns Zweifel, ob es ok ist, dass wir unsere Reise trotzdem angetreten sind. Ursprünglich wollten wir die Panamerica machen. Mittlerweile sind wir seit Anfang Juli auf Europa Tour und waren bisher in Frankreich, England und Schottland. Es ist toll und wir geniessen die Zeit. Die Hoffnung für eine Überfahrt nach Amerika haben wir noch nicht ganz aufgegeben :-)

  • #2

    Dagmar vom flipflopblog (Mittwoch, 02 September 2020 09:25)

    @zwei-uf-vier: Ich finde, Ihr macht das genau richtig! Man kann ja auch in Zeiten von Corona verantwortungsvoll reisen, gerade, wenn man im eigenen Fahrzeug vergleichsweise "autark" unterwegs ist. Ich wünsche Euch noch viele tolle Eindrücke und drücke Euch die Daumen, dass Amerika noch klappt!

  • #3

    Johannes (Montag, 19 Oktober 2020 21:57)

    Gerade jetzt reisen ist spannend in sinnvoll zum Beispiel nach Kirgistan oder Usbekistan. Beide Länder sind ohne Visum jetzt bereisbar und offen. Flüge gibt es auch über Istanbul. Ich bin gerade 3 Wochen in Kirgistan unterwegs gewesen und jetzt in Usbekistan. Grüsse aus Samarkand.