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Mit Kindern auf den Kanaren - Teneriffa

 

Teneriffa ist die größte Insel der Kanaren und landschaftlich sehr vielfältig:

Von Trockenheit und steppenartigen Regionen in Süden über die gigantischen Vulkanlandschaften des Teide mit seinem schneebedeckten Gipfel bis hin zu den fruchtbaren Tälern und grünen Nebelwäldern des Nordens:

ein Miniatur-Kontinent!

 

BASICS

Teneriffa erstreckt sich auf einer Länge von 83 km und einer maximalen Breite von knapp 54 km. Teneriffa ist nicht nur die flächenmäßig größte der Kanarischen Inseln, sondern auch die bevölkerungsreichste.

Klima

 

Durch die bergige Vulkanlandschaft des Teide in der Inselmitte unterscheidet sich das Klima auf der Insel doch beträchtlich. Der Norden hat regelmäßige Niederschläge (und damit eine tolle Vegetation). Der Süden und Südwesten liegt dagegen im Schutz der Berge, Niederschläge sind hier eher selten, die Landschaft ist recht trocken und karg. Oft bieten die Berge auch einen guten Windschutz vor allem für den Süden und Südwesten, hier weht es weniger stark als z.B. auf Lanzarote oder Fuerteventura.

Sehenswertes

 

Pico del Teide: Der höchste Berg Spaniens mit 3.718 m ist ein ruhender Vulkan und umgeben von einer faszinierenden Vulkanlandschaft im Teide Nationalpark. Ein Highlight für Groß und Klein ist natürlich die Seilbahn auf den Teide, in der man in wenigen Minuten bis auf 3.555 m fährt. Hier liegt dann je nach Jahreszeit auch Schnee, ein spannender Kontrast gerade auch für Kinder. Aber Achtung: Die Luft ist in der Höhe wirklich dünn, das kann zu Kopfschmerzen und Symptomen der Höhenkrankheit führen, daher auf die Kids achten. Für Kinder unter 3 Jahren oder Schwangere wird vom Besuch eher abgeraten.

La Laguna:  Wunderschön ist die frühere Inselhauptstadt in einem fruchtbaren Tal nahe der heutigen Hauptstadt Santa Cruz. La Laguna hat eine wunderschöne Altstadt, die UNESCO Weltkulturerbe ist und ist gleichzeitig herrlich lebendig durch die bereits 1710 gegründete Universität und das studentische Leben. Der korrekte Name der Stadt heißt im übrigen San Cristobal de La Lagune. Wie das schon klingt, hach... Unbedingt anschauen, bummeln und Atmosphäre genießen!

Masca: Ein Bergdorf im Nordwesten der Insel, spektakulär auf einem Berggrat gelegen. Empfehlenswert das Restaurant El Guanche / Alte Schule mit tollem Blick und traditioneller Kanarischer Küche. Von Masca aus gibt es auch eine Wanderroute durch die Schlucht bis zum Meer, die Wanderung muss toll sein, ist aber sehr anspruchsvoll und mit Kindern leider nicht geeignet.

Nord-West-Küste: Touristisches Zentrum des Nordwestens ist Puerto de la Cruz, dort gibt es zwar ein kleine nette Altstadt, insgesamt ist es aber doch recht zugebaut. Es gibt eine von Cesar Manrique gestaltete Badelandschaft, die uns aber im Gegensatz zu Manriques Werken auf Lanzarote nicht so begeistern konnte. Aber wirklich sehenswert in Puerto de la Cruz fanden wir den schönen botanischen Garten, auch mit Kindern zu empfehlen. Lohnenswert sind auch die hübsche Altstadt von La Orotava oder der Drachenbaum von Icod de los Vinos. Der Legende nach ist dieser Baum 1000 Jahre alt (Drago Milenario), Wissenschaftler schätzen das Alter des Baumes eher auf 300 – 500 Jahre. Na, immerhin. ;)

Karneval: Ihr träumt vom Karneval in Rio de Janeiro, aber die Reisekasse gibt das nicht her? Dann ist Teneriffa vielleicht eine Alternative! Einige nennen ihn den zweitgrößten Karneval der Welt (wie misst man das eigentlich?), andere den zweitwichtigsten (noch schwieriger zu messen). So oder so scheint der Karneval auf Teneriffa durchaus Rio im Kleinformat zu sein, mit spektakulären Kostümen, Umzügen und Rhythmen. Wir sind eher zufällig in den Karnevalsumzug in unserem Urlaubsort Los Gigantes reingestolpert, auch das war schon sehenswert. In Santa Cruz ist an Karneval die Hölle los!

Siam Park: Der Wasserpark im Süden der Insel ist ausgezeichnet von Tripadvisor als bester Aqua Park der Welt. Der Eintritt ist nicht günstig und da unsere Jungs damals noch nicht schwimmen konnten, waren wir nicht da. Für Kids, die schon schwimmen können, muss das ein gigantischer Spaß sein! Steht definitiv auf unserer To-Do-Liste für den nächsten Besuch!

Strände

 

Ja, auch auf Teneriffa kann man natürlich baden und Strände findet man auch auf der ganzen Insel. Wenn auch nicht so spektakuläre Strände wie auf den anderen Inseln, allen voran Fuerteventura, aber auch auf Gran Canaria und Lanzarote sind unserer Meinung nach schönere Strände.

 

Die Strände ganz im Süden waren für unseren Geschmack viel zu zugebaut und ohne Atmosphäre. Massentourismus in Reinform rund um Playa de las Americas. 

Wir waren eher an der Playa Arena, in Los Gigantes oder am Strand von Playa de San Juan, spektakulär sind die Strände alle nicht, aber ganz nett. In Playa de San Juan gefiel es uns am besten, der Strand ist nicht überlaufen und geschützt. Wir waren aber eigentlich immer an der kleinen Strandbucht direkt neben dem Hafen, denn da war der Spielplatz gleich nebenan. J

 

Der bekannteste und wohl auch schönste Strand der Insel ist die Playa Las Teresitas im Nordosten der Insel, etwas nördlich der Hauptstadt. Der 2 km lange Strand wurde mit Sahara Sand aufgeschüttet und mit Palmen bepflanzt. Da er sich abseits der großen Touristenorte befindet, ist er auch nicht zu überlaufen, am Wochenende aber gut von den Teneferios besucht. Für uns war der Weg aus dem Südwesten jedoch zu weit, weshalb wir nicht dort waren. Klein ist die Insel nämlich definitiv nicht. ;)

 

Vielleicht habt Ihr ja noch einen Top-Strand-Tipp für Teneriffa?

Aktivitäten

Surfen: An der Ostküste findet man im Ort El Medano beste Bedingungen zum Wind- und Kitesurfen.

 

Wandern: Spektakuläre Wanderungen kann man überall auf der Insel unternehmen, Teneriffa bietet unzählige Möglichkeiten für Wanderfreunde. Im Teide Nationalpark gibt es viele Routen aller Schwierigkeitsgrade, auch einige kleinere Wanderungen, die man auch mit Kids machen kann. Tolle Wanderungen soll man auch im Anaga-Gebirge im äußersten Norden der Insel machen können.

 

Delfin- und Wal-Touren: Zwischen Teneriffa tummeln sich viele Delfine und je nach Jahreszeit auch Pilotwale, Grindwale oder sogar Pottwale. Ab Los Gigantes oder ab den großen Urlaubsorten im Süden werden in der Saison Dolphin und Whalewatching Touren angeboten. Auch ein Ausflug nach La Gomera ist per Schiff möglich.

Lieblingsorte

 

Gewohnt haben wir in Los Gigantes, der Ort ist nicht besonders aufregend, aber ganz nett. Halt ein kleiner Ortskern und drum herum viele Ferienwohnungen und nur wenige Hotels. Spektakulär (gigantisch) dafür aber der Blick von unserer riesigen Dachterrasse auf die Steilküste. Selten so einen "gigantischen" Blick von der Ferienwohnung gehabt!

 

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns auch La Laguna, dort müssen wir beim nächsten Mal definitiv noch mehr Zeit verbringen. 

Fazit

 

Teneriffa ist unserer Meinung nach die die klassische Strand-Destination (auch wenn es natürlich reichlich Strände gibt!). Von einem All-Inclusive Urlaub in den Bettenburgen im Süden würden wir jetzt eher abraten. Die eigentliche Attraktion eines Urlaubs auf Teneriffa ist aber die Vielfalt, die die Insel bietet: schöne Orte im Norden, fantastische landschaftliche Highlights und auch  Kulturelles. Und mit dem Siam Park, Wanderungen, Surfen oder Whale Watching ist auch für die Aktiven mehr als genug dabei.

 

Die Größe Teneriffas sollte man mit kleinen Kindern nicht unterschätzen. Wenn man im Süden oder Südwesten Urlaub macht, ist es schon eine ganz schöne Tour bis in den Norden oder Nordosten. Wir waren 2 Wochen auf der Insel und sind in diesen 2 Wochen 1000 km über die Insel gegurkt. Wir haben vieles gesehen, aber einiges (wie z.B. das Anaga Gebirge, die Playa Las Teresitas...) steht noch auf unserer Liste. Und generell im Norden und Nordosten hätten wir gerne noch mehr Zeit verbracht, aber die Fahrten dauerten lange und mit Kids sind die Tage dann ja manchmal auch kurz, so dass man nicht so viel schafft. Und zum Baden und Relaxen soll ja auch noch genug Zeit sein.

Teneriffa bietet also auf jeden Fall genug Sehenswertes für mehr als einen Urlaub. Wir kommen wieder!



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Kommentare: 1
  • #1

    Birgitta K. (Donnerstag, 14 Februar 2019 20:10)

    Liebe Dagmar, das ist ein toller Artikel und weckt Erinnerungen in mir bzw. erinnert mich daran, dass wir mit unserem Sohn unbedingt mal hin müssen. Wir waren damals während der Schwangerschaft auf der wunderschönen Insel und aufgrund von Übelkeit ist nicht nur die Fahrt auf den Teide für mich ausgefallen.