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Mit Kindern auf den Kanaren - Lanzarote

Kleine Insel, große Vielfalt: Lanzarote bietet faszinierende Vulkanlandschaften, viel Kunst, guten Wein, schöne Strände, Sportangebote uvm...

 

Und das alles bei (klein-) kinderfreundlichen Entfernungen. Unsere liebste Kanaren-Insel für Familien!

Lanzarote war unser erstes Mal auf den Kanaren. Und immer noch unsere große Liebe. Auf Lanzarote waren wir mittlerweile 3 x mit Kindern, sowohl im Alter von 3 Jahren, von 8 Jahren und einmal mit knapp 4 Monaten. Und wir sind dieser Insel einfach verfallen. 

Basics

Lanzarote ist von den von uns vorgestellten Inseln die kleinste. An der längsten Stelle misst Lanzarote gerade mal 60 km, in der Breite maximal 35 km.

Der letzte größere Vulkanausbruch war erst 1824, die Insel ist noch deutlich vulkanischer geprägt als die anderen Inseln. Seit 1993 ist Lanzarote UNESCO Biospährenreservat.

Klima

Lanzarote hat keine nennenswerten Berge, die Windschutz bieten. Wind ist daher oft auf Lanzarote anzutreffen, der sich, je nach Temperaturen, dann auch mal frischer anfühlen kann. Oder erfrischend. ;) Entsprechend ist Lanzarote ab auch sehr niederschlagsarm, vor allem im Süden, da die Wolken oft einfach drüber hinwegziehen.

Sehenswertes

 Wo fange ich an, wo höre ich auf....? Lanzarote bietet auf kleinem Raum wirklich viel.

 

Cesar Manrique: Auf Lanzarote hat der Künstler Cesar Manrique gewirkt und diese unglaublich geprägt. Überall auf der Insel finden sich seine außergewöhnlichen Kunst- und Bauwerke. Allen voran die Jameos del Agua, hier hat Manrique unterirdische Lavatunnel fantastisch mit Pools und Pflanzen gestaltet und sogar einen Konzertsaal in die Lavatunnel gebaut. Der Jardin de Cactus, ein Kaktuspark, ist ebenfalls einen Ausflug wert und die vielen Kakteen-Arten sind auch für Kids spannend. Der Aussichtspunkt Rio del Mirador im Norden der Insel bietet neben dem interessant in den Berg eingefügten Gebäude auch einen tollen Blick nach La Graziosa ist. Auch Manriques ehemaliges Wohnhaus ist sehr sehenswert und bildet eine faszinierende Symbiose mit der Lavalandschaft.

Vulkanlandschaft & Timanfaya Nationalpark: Der Timanfaya Vulkan lässt sich nicht mit dem eigenen Auto direkt besuchen, man wird im Nationalpark mit einem Bus durch den Park gefahren und bis auf den Vulkan hinauf. Das mag für den Individualtouristen nicht die liebste Variante sein, für die Natur ist es sicherlich die beste. J Oben auf dem Vulkan (das Restaurant natürlich von Cesar Manrique gestaltet!) wird die Hitze des Vulkans vorgeführt mit Wasserdampffontänen und Hähnchenfleisch, das über dem Vulkan gegrillt wird. Beeindruckend für Kinder. Im Besucherzentrum am Parkeingang / Ausgang gibt es eine auch für Kids interessante Ausstellung zum Thema Vulkane. Es werden in der Nähe des Parkes auch kleine Runden mit dem Dromedar durch die Landschaft angeboten. Wirklich nur eine kleine Runde, aber für Kinder ganz lustig.

La Geria: Das Weinanbaugebiet produziert nicht nur sehr leckere Weine, sondern bietet auch ein besonderes Erlebnis fürs Auge: Durch die spezielle Anbautechnik wurde hier eine ganz besondere Kulturlandschaft geschaffen, die sogar vom MoMA in New York als moderne Kunst ausgezeichnet wurde. 

Teguise: Zweimal die Woche findet im Inselinneren in Teguise (nicht Costa Teguise!) ein großer Touristenmarkt statt, der ganze Ort wird dann zu einem riesigen Freiluftmarkt. Mit vielem üblichen Souvenirkram, Tüchern, Schmuck, Tinnef, Gürtel etc. Aber auch einigen Ständen von z.B. lokalen Bauern, die selbstgemachten Käse oder Mojo verkaufen. Wer Spaß an Märkten hat, muss dahin. Alle anderen gehen lieber an einem anderen Wochentag nach Teguise, bummeln durch den wirklich hübschen Ort mit netten kleinen Läden und tollen Tapas Bars (die am Markttag allesamt überfüllt sind…).

Strände

Vulkaninsel = schwarze Strände? Nein! Natürlich gibt es auf der Insel viele schwarze Strände, aber bei weitem nicht nur. In den Urlaubsorten gibt es einige helle Sandstrände, die z.T. aufgeschüttet wurden. Aber auch helle Naturstrände finden sich auf Lanzarote. Unsere Strand-Lieblinge:

 

Papagayo Strände: Die schönsten Strände der Insel gehören sicher auch zu den schönsten der Kanaren. Sechs Strandbuchten im Naturschutzgebiet, durch die Lage in Felsbuchten schön windgeschützt. Komplett unverbaut, außer einer kleinen Hütte keine Infrastruktur. Keine Liegen, keine Sonnenschirme. Einfach nur Strand. Klares und eher flach abfallendes Wasser. Da die Strände im Naturschutzgebiet liegen, kostet die Anfahrt mit dem Auto eine kleine Gebühr (3 EUR / Auto). Zu Fuß sind die Strände mit einer Wanderung ab Playa Blanca zu erreichen.

 

El Golfo: An dem schwarzen Strand findet sich eine grüne Lagune, ein tolles Farbenspiel! Zum Baden ist der Strand aber nicht geeignet, da die Unterströmungen hier sehr gefährlich sind.

 

Famara: Wir sind ja schwer in den Famara Strand im Nordwesten der Insel verliebt, die Kulisse ist absolut spektakulär. Und Surfen lässt es sich hier auch. Auch hier gibt es dankenswerterweise keine Liegen oder Sonnenschirme. Nur Wellen und auch gerne mal Wind.

Aktivitäten

Im Weingebiet La Geria laden einige Bodegas zu Weinproben ein. Das kleine Weinmuseum an der Bodega El Grifo ist auch für Kinder ganz nett. Und die Kids können durch die Weinfelder oder über den Hof toben, während man selbst eine kleine Weinprobe genießt. :)

Surfen (Wellenreiten, Kiten, Windsurfen) kann man z.B. an dem wunderschönen Strand von Famara.

 

Auf Lanzarote sind viele Sportler unterwegs, viele Triathleten und Radsportler trainieren hier im Winter und Frühjahr. Wanderungen durch die Vulkanlandschaft und an der Küste (z.B. im Famara Massiv) lassen sich natürlich auch machen. Wandern im Timanfaya Nationalpark ist allerdings verboten. Es gibt allerdings die Möglichkeit, an geführten Wanderungen im Park nach entsprechender Voranmeldung teilzunehmen. Generell finden Wanderfreunde sicherlich auf Gran Canaria, Teneriffa oder La Palma mehr Möglichkeiten.

Lieblingsorte

Fischessen in El Golfo, wenn die Nachmittagssonne langsam ins Meer sinkt. Ein Muss, wenn wir auf Lanzarote sind.

Gewohnt haben wir immer im Gebiet der Marina Rubicon, ein schöner Yachthafen bei Playa Blanca mit vielen Restaurants und Geschäften, ganz toll zum Bummeln (auch mit dem Kinderwagen), für Kaffee oder Sundowner. 

Und noch ein Tipp für Käseliebhaber: Die Käserei Rubicon im Bergdorf Femes ist einen Einkauf wert! Der Käse ist köstlich und sehr günstig. Und wer keinen Käse mag: Auch für den tollen Ausblick über die Südküste sollte man unbedingt einen Kaffeestop in Femes einlegen!

Fazit

In Kurzform, hin da!

Auf Lanzarote werden sowohl Kulturinteressierte, Strandnixen, Sportler und Naturfreunde fündig. Und Weinfreunde auch noch. :)

Lanzarote ist anders als die anderen Inseln der Kanaren. Die Landschaft ist extrem vulkanisch geprägt, z.T. bizarr, wie eine Mondlandschaft. Wir finden das unglaublich faszinierend, die Insel hat eine ganz spezielle Aura. 

Und, was wir besonders mit Babys und kleinen Kindern schätzen: Aufgrund der geringen

Größe der Insel sind die Wege zu den vielen Sehenswürdigkeiten mit dem Mietwagen kurz, was Ausflüge echt entspannt macht.


Auf nach Lanzarote! Unsere Empfehlungen für Eure Reiseplanung:


Noch mehr Infos und Bilder zu den Kanarischen Inseln gibt es hier:

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