· 

Blogstöckchen: "Corona und wir"

So geht es uns, wie geht es Euch?

Die Corona Pandemie hat unser aller Alltag ganz schön durcheinandergewirbelt.  

Wie geht es uns im Corona-Alltag und wie geht es anderen Familien-Reisebloggern? Und was macht das alles mit unseren Reiseplänen und mit dem Reisen überhaupt?

Die Neuseeland-Experten vom Weltwunderer Blog haben hier nicht nur von ihrem Alltag und ihren Plänen berichtet, sondern reichen diese Fragen auch in ihrem "Blogstöckchen" wie einen Staffelstab an andere Familienreiseblogger weiter. 

Erstmal Danke für die Nominierung und ich freue mich, dabei zu sein! :) Zugegeben, dass Jenny von den Weltwunderern mir das Blogstöckchen übergeben hat, hat auch dazu geführt, dass ich mir endlich mal wieder die Zeit für den Blog nehme.

Nicht, dass ich nicht noch tausende ungeschriebene Artikel unserer Reisen auf meiner To-Do-List hätte. An Ideen würde es mir nicht mangeln. Aber reisebloggen ist in Zeiten von Corona gar nicht so leicht. Als Familienreiseblogger schon mal gar nicht.

Im Moment kann man kaum abschätzen, wann man wieder richtig reisen kann. Und vor allem ist es als Familienreiseblogger im Moment wirklich schwer, überhaupt Zeit zum Bloggen zu finden. Kitas zu, Schulen zu, vier Kids den ganzen Tag zu Hause, Home-Office...

Wie geht es uns damit? Und was machen wir mit unserer Leidenschaft, dem Reisen? In den 11 Blogstöckchen-Fragen der Weltwunderer berichte ich von Corona-Chaos mit 4 Zwillingen und trotzdem großen Reiseplänen. :)

1. Wie sieht ein normaler TAg Derzeit bei euch aus?

Da Hamburg keine Osterferien hatte, sind wir seit sechs Wochen durchgehend im Homeschooling und haben tatsächlich richtig Routine.

Die großen Zwillinge starten normalerweise nach dem Frühstück jeder für sich mit Schulaufgaben (sie gehen auf unterschiedliche Schulen!). Glücklicherweise haben wir auch seit sechs Wochen durchgehend gutes Wetter, d.h. die Kleinen können viel im Garten spielen. Manchmal gibt es auch noch Online-Kitasport für die Kleinen oder Online-Fußballtraining für den Großen.

Mein Mann Mark hat sowieso schon fast ausschließlich im Homeoffice gearbeitet, da hat sich also nicht viel geändert. Er ist allerdings gerade beruflich extrem eingespannt, so dass er tagsüber mit den Kids kaum unterstützen kann. Nach dem gemeinsamen Mittagessen gehen die großen Jungs oft nochmal raus und fahren noch eine kurze Runde Fahrrad. Wenn die Kleinen ihren Mittagsschlaf machen, mache ich mit den Großen noch eine intensive Schulzeit, in der ich dann (im Idealfall) die Ruhe habe, um bei Fragen zu helfen oder etwas zu erklären.

Abends gehen die großen Jungs deutlich später ins Bett als zu normalen Schulzeiten (Oder ist das jetzt die neue Normalität?), wir spielen öfter nochmal was zusammen oder schauen gemeinsam einen Film.

2. Was ist für euch im neuen Corona-Alltag am schwierigsten?

Am schwierigsten ist für uns, wie für viele Familien, der Spagat, um alles unter einen Hut zu bekommen. Da bedeutet für mich im Moment, 2x 5. Klasse Homeschooling zu betreuen (unsere großen Zwillinge gehen auf unterschiedliche Schulen!) und dazu zwei Zweijährige zu bespaßen, die altersgemäß mitten in der Trotzphase stecken und wenig Verständnis dafür haben, wenn gerade mal Lernzeit angesagt sein soll. Hier liegen dann auch öfter mal die Nerven blank, wirklich sehr blank, bei allen Beteiligten.

Dazu versuche ich noch, mein Business als Texterin (Personal & Text) am Laufen zuhalten, wobei ich selten Zeit zum konzentrierten Arbeiten finde. Zur Not muss ich mich abends nochmal an den Rechner setzen, auch wenn ich versuche, das irgendwie zu vermeiden. Ich schaffe es mit Ach und Krach, die dringendsten Aufträge abzuarbeiten. Mehr ist einfach nicht drin, das ist schon frustrierend.

3. Habt ihr ein Lieblingsspiel für drinnen oder draußen, das bei euch super funktioniert?

Da wir zum Glück einen kleinen Garten haben, sind wir bei dem schönen Wetter wirklich viel draußen. Da ist dann gerne Wikingerschach / Kubb angesagt, da dürfen die Kleinen dann auch mal mit den Großen mitspielen.

Wenn die Kleinen im Bett sind, spielen wir abends gerne zu viert Karten- oder Brettspiele. Gerade haben wir unseren beiden Elfjährigen Doppelkopf beigebracht. :)

4. Welchen Film habt ihr zuletzt alle zusammen gesehen?

Zu sechst gemeinsam schauen wir keine Filme, die Kleinen schauen maximal alle paar Tage Sandmännchen. ;)

Mit den großen Zwillingen haben wir letztes Wochenende „Rocket Man“ gesehen, der war cool. Und auch die Herr-der-Ringe-Triologie haben wir mit den Jungs dank Corona schon geschaut. (mit den wunderbaren Bildern aus Neuseeland...) :)

5. Die Gretchenfrage: Tragt ihr Maske?

Wir haben natürlich Masken für alle, aber bisher habe nur ich wirklich

Maske getragen. Aber ich bin meist die Einzige, die einkaufen geht. Für Radtouren

brauchen die Kids ja keine Maske. Aber die Kids werden jetzt sicher auch mal Maske tragen, wenn sie am Wochenende beim Bäcker die Brötchen holen. Und wer weiß, vielleicht ja in Zukunft auch in der Schule?

6. Welche Reise(n) musstet ihr wegen Corona stornieren oder umbuchen?

Anfang März haben wir noch sehr entspannte Tage in Ägypten verbracht und als wir 10 Tage später wieder nach Hause kamen, hatte Corona alles im Griff und die Welt war eine andere. Insofern hatten wir richtig Glück, dass wir in den Märzferien noch so einen schönen Urlaub genießen konnten. 

Die nächste Reise hätte dann im Mai angestanden, ich wollte mit den beiden Großen nach London. Sightseeing und unbedingt zur Harry Potter Studiotour. Ich hatte mich sehr gefreut, mal ein paar Tage nur mit den Jungs zu haben. Flug und Harry Potter sind storniert, beim Hotel hoffe ich noch, dass auch ein Storno mit Rückerstattung möglich sein wird. Umbuchen möchte ich ungern, denn ob wir das so schnell nachholen können und wollen, kann ich jetzt noch nicht planen.

7. Welche Pläne habt ihr aktuell für die Sommerferien?

Unser ursprünglicher Plan war ein 4-Wochen-Roadtrip mit dem Miet-Wohnmobil durch Südfrankreich bis nach Barcelona oder Valencia. Das Wohnmobil ist schon lange gebucht (seit Ende der letzten Sommerferien) und die Anzahlung ist geleistet.

Wir warten jetzt erstmal ab, was anderes bleibt uns auch nicht übrig. Stornieren ist für uns keine Option gerade. Die ganzen sechs Wochen Sommerferien zu Hause hocken wollen wir nicht. Wir träumen nach wie vor (ganz naiv) von einem Trip ins Ausland und am liebsten ans Meer. Das ist wohl eher unrealistisch, aber wir sind ja total flexibel mit dem Wohnmobil und schauen dann, was möglich ist.

8. Meint ihr, das ist realistisch?

Ich denke, irgendeine Art von Reisen wird möglich sein. Wenn die Campingplätze und Stellplätze wieder öffnen, können wir auf jeden Fall reisen.

Zur Not in Deutschland, aber Österreich hat ja auch schon angedeutet, die Grenzen wieder zu öffnen. Vielleicht geht auch was in Skandinavien, Holland oder anderes. Auf den Campingplätzen könnte es natürlich voll und ausgebucht werden, zumal, wenn Parzellen vergrößert werden, um mehr Abstand zu halten.

Aber wir reisen sowieso lieber spontan mit Stellplätzen oder stehen frei, das wird schon irgendwie gehen, wenn Reisen dann grundsätzlich erlaubt ist.

Ob das diesen Sommer möglich ist...?
Ob das diesen Sommer möglich ist...?

9. Reisen innerhalb Deutschlands: Welche Region würdet ihr gern mal erkunden?

Das ist eine gute Frage, die wir uns aktuell im Hinblick auf unseren anstehenden Sommerurlaub auch gerade stellen…

Potsdam und die Seen in Brandenburg, in der Kombi mit Berlin, das wäre sicher einen Trip wert. Auch klassische Touri-Ziele in Bayern würden uns reizen, von Orten wie Bamberg oder Rothenburg ob der Tauber bis zu den Seen im Alpenvorland kennen wir Bayern eigentlich viel zu wenig. Aber wir machen halt immer lieber Urlaub am Meer. #küstenkind Wer weiß, vielleicht ändert sich das diesen Sommer?

10.  Fernreisen nach Corona – wann wird das wieder möglich sein und interessiert euch das überhaupt?

Oh ja, und ob uns das interessiert! Generell lieben wir es, auch mal in die Ferne zu reisen. Und im Moment interessiert uns das ganz besonders, da wir ab Sommer 2021 eine Weltreise für 1 Jahr planen. Wir hoffen daher sehr, dass es im Frühjahr 2021 einen Impfstoff gibt und sich dann ab Sommer die Lage wieder normalisiert und man ohne wesentliche Einschränkungen auch in die Ferne reisen kann. Wir werden die Entwicklung in den nächsten Monaten sehr gespannt beobachten.

11. Was wird, könnte oder sollte die Corona-Krise in unserer Gesellschaft dauerhaft verändern?

Ich denke und hoffe, dass wir auf jeden Fall einen anderen Blick auf unser Gesundheitssystem bekommen und auf die vielen Menschen, die dieses für oft viel zu wenig Geld am Laufen halten. Dass systemrelevant auch mal wirklich relevant bezahlt wird.

Auch bin ich mir sicher, dass die Digitalisierung in den Schulen einen großen Schub machen wird (und gerade schon macht). Wünschen würde ich mir in dem Zusammenhang, dass auch die Schulbehörden die Möglichkeiten alternativer Beschulung und alternativer Lernorte vielleicht etwas flexibler betrachten als bisher in Deutschland. Aber das ist ehrlich gesagt mehr frommer Wunsch als wirklicher Glaube.

Spannend wird auch sicher die Entwicklung, was das Reisen angeht. Wenn Reisen wieder teurer und mehr Luxus wird, wäre dies sicher für Klima und Umwelt eine große Chance. Aber ich denke eher, dass ein Preiskrieg losbricht, sobald man wieder reisen kann.

Tadaaa, das Blogstöckchen geht weiter an...

Ein Blogstöckchen ist wie ein Staffelstab und wird von einem Blog zum nächsten weitergereicht. So funktioniert unser "Corona  und wir"-Blogstöckchen: Ein Blog nominiert (und verlinkt) einen anderen Blog und stellt diesem 11 Fragen. Der nominierte Blog beantwortet diese Fragen (verlinkt dabei den Blog, von dem das Stöckchen kam) und reicht das Blogstöckchen an den oder die nächsten weiter – entweder mit denselben oder 11 anderen Fragen.

 

So könnt Ihr neue spannende Blogs entdecken. Folgt also dem Blogstöcken weiter, ich nominiere Levartworld für den nächsten Beitrag. :)

Liebe Alexandra, hier kommen Deine 11 Fragen:

1. Ihr lebt in Norwegen, welche Einschränkungen habt ihr dort im Alltag?

2. Wie sieht ein normaler Tag derzeit bei euch aus?

3. Was ist für euch im neuen Corona-Alltag am schwierigsten?

4. Habt ihr ein Lieblingsspiel für drinnen oder draußen, das bei euch super funktioniert?

5. Welchen Film habt ihr zuletzt alle zusammen gesehen?

6. Welche Reise(n) musstet ihr wegen Corona stornieren oder umbuchen?

7. Welche Pläne habt ihr aktuell für die Sommerferien?

8. Meint ihr, das ist realistisch?

9. Ihr lebt mittlerweile im schönen Norwegen, aber welche Region ist eure liebste Reiseregion in Deutschland?

10. Fernreisen nach Corona – wann wird das wieder möglich sein, und interessiert euch das überhaupt?

11. Was wird, könnte oder sollte die Corona-Krise in unserer Gesellschaft dauerhaft verändern?


Und bei Euch, wie geht es Euch in Corona-Zeiten? Was machen Eure Urlaubspläne?

Stornieren, umbuchen oder weiter planen? Balkonien, Baggersee oder doch was anderes?


Und hier findet Ihr alle bisherigen Blogstöckchen "Corona und wir" zum Weiterklicken:

Weltwunderer

Levartworld

Krümels große Reise

Family4Travel

Viermal Fernweh

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Jenny (Freitag, 24 April 2020 18:35)

    Danke für den Einblick in euren Corona-Alltag und dass du mein Stöckchen so schnell aufgehoben hast ❤️
    Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie du mit zwei Kleinkindern den Alltag schaffst - ich rolle ja hier schon mit den Augen, wenn meine Sechsjährige mir permanent neue schöne Bilder präsentiert oder stundenlang "Let it go" trällert, so dass man keinen geraden Satz mehr formulieren kann �

    Haltet die Ohren steif, wir schaffen das!

    LG
    Jenny

  • #2

    Dagmar vom flipflopblog (Sonntag, 26 April 2020 15:27)

    Haha, Jenny, gerade Sätze formulieren ist bei uns in der Tat tagsüber generell relativ unmöglich. ;) Bin gespannt, wie das Stöckchen weiterwandert. Liebe Grüße, Dagmar

  • #3

    Birgitta Kuhn (Sonntag, 03 Mai 2020 10:42)

    Hallo Dagmar, auch ich ziehe den Hut vor dir, Corona-Alltag mit vier Kindern. Und ich jammere manchmal schon mit einem (schäm). Danke für den Einblick in euer aktuelles Leben!