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Südafrika 6 – Knysna, schon wieder Plettenberg Bay und zurück nach Kapstadt

Unser Roadtrip im Wohnmobil ist zu Ende, etwas Wehmut kommt auf, aber drei Tage in Kapstadt liegen noch vor uns…

Aber erstmal passierte etwas, womit wir vor unserer Reise nicht gerechnet hatten: es regnete. Und regnete. Und regnete. Wir fuhren von Plettenberg Bay nach Knysna, das wir als nächste Station geplant hatten. Und es regnete. Der Campingplatz auf den Knysna Heads war irgendwie auch nicht der Hit. Das Wetter tat sein übriges zur Atmosphäre… Es regnete, sagte ich das schon? Es hat dann etwa 30 Stunden mit ganz wenigen Pausen durchgeregnet. Schön für die Einheimischen und die Natur. Und obwohl es zu sechst im Wohnmobil dann doch echt eng ist, war es ja auch irgendwie ganz gemütlich, Kartenspielen und so. Aber wir waren dann doch froh, als am nächsten Vormittag die Wolkenlücken größer wurden. Und die Lagune von Knysna dann auch wirklich wunderschön. Wir waren dann noch an der Knysna Waterfront in den Touri-Läden bummeln, auch nett. Aber irgendwie wollten wir doch nicht da bleiben, es zog uns zurück an den Strand...

Hmmmm…. Also nochmal Kommando zurück, zu unserem liebsten Platz an der Lagune von Plettenberg Bay… Hier haben wir dann nochmal drei herrlich entspannte Nächte verbracht. Strand, Buddeln, Kaffee trinken, allabendliche Monopoly Deal Runden… Wir haben auch noch den Vogelpark Birds of Eden besucht, laut Eigenwerbung die größte Voliere der Welt. Wirklich ein schöner Park in einer Schlucht, mit Wald, Fluss und einem See, alles von einem Netz überspannt. Eine wirklich schöne Anlage. Und natürlich gaaaanz viele hübsche Vögel:

Irgendwann war es dann aber auch wirklich Zeit, „unseren“ Platz an der Lagune zu verlassen… ☹ Hier hätten wir es auch noch länger ausgehalten. Aber wir mussten Gas geben, um pünktlich wieder in Kapstadt zu sein. Und so viel Strecke schaffen wir pro Tag auch nicht. Die nächste Nacht verbrachten wir dann in Vleisbaai, auf einem etwas abgelegenen Campingplatz mit herrlichem Blick über die Bucht, den wir ganz für uns alleine hatten.

Am nächsten Tag war eigentlich Swellendam unser Ziel, aber wir sind dann doch noch ein wenig weiter gefahren, um es am Abgabetag nicht mehr so weit zu haben. Und siehe da, wieder hat es der Campinggott gut mit uns gemeint. Wir haben, irgendwo im Nirgendwo, einen Campingplatz entdeckt, ein wahres Kinderparadies… Zwei Außenpools, ein warmer Innenpool, mehrere Spielplätze, Trampolin, Billard und Tischkicker. Die beiden Großen waren begeistert. Und die letzten 150 km bis Kapstadt waren dann auch noch gut am nächsten Vormittag zu meistern, dann hieß es Abschied nehmen von unserem gemütlichen Zuhause auf Zeit… Und wir freuen uns auf die letzten Tage in Kapstadt!

Und sonst noch? Camping mit dem Wohnmobil in Südafrika, wie ist unser Fazit? Das Wohnmobil war völlig ok, wenn auch nicht besonders groß. Oder besonders schick. Oder besonders gut in Schuss. Die Ausstattung war eher basic. ABER, viel wichtiger: wir sind nicht liegen geblieben. Ein paar Mal hat es mehrere Versuche gebraucht, bis die Kiste angesprungen ist, aber es hat doch immer geklappt. Da habe ich durchaus andere Berichte gehört mit Maui-Womos in Südafrika. 

Ausländer waren eher selten auf den Campingplätzen zu treffen, die Südafrikaner aber campen sehr gerne. Daher gibt es relativ viele Campingplätze mit meist guter Ausstattung. Oft mit Pool, Spielplätzen etc. Preislich ist das ok, so zwischen 15 und 30 Euro in der Regel. Eigentlich campen wir ja gerne mal wild, also auf Parkplätzen oder an irgendwelchen schönen Orten. Dafür war hier aber weder das Womo ausgestattet, noch wäre das zu empfehlen. Aus Sicherheitsgründen sollte man in Südafrika nur auf Campingplätzen übernachten. Und wenn man sieht, wie Wohnhäuser oder auch die Campingplätze alle hermetisch gesichert und überwacht sind, verspürt man auch nicht wirklich das Bedürfnis, sich irgendwo in die Pampa zu stellen. Günstig ist so ein Wohnmobilurlaub hier nicht. Ist er ja nirgendwo so wirklich. Zumal es hier vergleichsweise günstige und hochklassige  Bed and Breakfast gibt. Aber mit sechs Personen wird es schwierig, passende und bezahlbare Unterkünfte zu finden. Und das mehrfache Ein- und Auspacken kam mit den Babys für uns gar nicht in Frage. Last, but not least: Wir fahren einfach gerne im Wohnmobil. Die muckelige Enge. Der Hauch (wirklich nur Hauch!) von Abenteuer beim Camping. Die Freiheit, sich kurzfristig zu überlegen, wo man morgen hinfährt (ob das in der Hochsaison in den Weihnachtsferien ohne Vorbuchen funktioniert, möchte ich stark bezweifeln! Da müssen die Campingplätze knallvoll sein.). Definitiv, für uns war die Garden Route im Wohnmobil die goldrichtige Entscheidung. Wir freuen uns schon auf unseren nächsten Womo-Urlaub!

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